ruf Friendsclub

ruf Friendsclub

2010/2011 Masterplan & Konzept, Jugendcamp, Tarquinia/Italien

Junge Menschen sind im Alltag einem täglichen Erlebnisdruck ausgesetzt und haben nur wenig Möglichkeiten, sich selbst auszuprobieren und so sein zu dürfen und akzeptiert zu werden, wie sie sind. Der Stress der hierdurch entsteht, hat nichts mit Urlaub und Erholung zu tun – trotzdem wird um jugendliche Reisekunden fast ausschließlich mit dem Versprechen von noch mehr Erlebnis, Spaß und Coolheit geworben.

Mit dem „Friendsclub“ entwickeln wir pünktlich zum 30-jährigen Bestehen von ruf Reisen ein Großcamp für Jugendliche jenseits des Mainstreams. Wir definieren Erholung für junge Menschen als Zeit, in der man sich nicht verstellen muss, als Raum, der einen die Möglichkeit gibt, sich selbst zu entdecken und zeigen zu können, was in einem steckt. Die Urlaubssituation verstehen wir als Chance, um aus alltäglichen Mustern und Zwängen auszubrechen, um sich auf die eigenen, entwicklungsrelevanten Bedürfnisse zu fokussieren.

Architektonisch spiegeln sich diese Ideen in einer Anlage wieder, die reichhaltige Möglichkeiten des Aufeinandertreffens und Zusammenseins, sowie flexibel zu bespielende Aktivitäts- und Rückzugsräume bietet, um das pädagogische Konzept eines sozialen und individuellen Lernens zu unterstützen und zu fördern.

 

 

Dem Anspruch, jungen Menschen eine stimmige Urlaubswelt zu präsentieren, die ausschließlich für sie gestaltet ist und in der sie sich als Kunde ernstgenommen fühlen, versuchen wir durch Liebe zum Detail gerecht zu werden. Durch kleine Installationen mit dem Charme des Selbstgemachten - wie man sich von Festivals kennt - wird gleichzeitig vorgelebt, wie eine Welt aussehen kann, in der Kreativität und Individualität einen festen Platz haben.

 

Konzept/Masterplan: Freizeitarchitektur (Yilmaz Kocarslan) und Manfred Prager (compass Auftraggeber: ruf Jugendreisen