Auf alten Fundamenten - Bauen im historischen Kontext

Auf alten Fundamenten - Bauen im historischen Kontext

2014, Wanderausstellung, Palazzo Michiel, Venedig

Im Rahmen der 14. Architektur Biennale in Venedig wurde die Wanderausstellung in einem Palazzo aus dem 15. Jahrhundert einem internationalen Publikum präsentiert.

Der Respekt vor diesem Ort, machte es (wie schon in den Räumen des Fagus-Werkes) erforderlich, ein Ausstellungskonzept zu entwickeln, das den originalen Charakter des ehemaligen Wohnhauses so wenig wie möglich veränderte. So wurde eine Ausstellungsarchitektur aus freistehenden Elementen und aus leichtem, umweltfreundlichem Wabenkarton entwickelt, die ohne bauseitige Eingriffe auskam und sich nach Ende der Ausstellung spurlos aus den Räumen des Palazzo entfernen ließ.

Eine besondere Ergänzung des vorhandenen Ausstellungsinventars bildeten in Venedig neun Architekturmodelle, die das "Bauen im Bestand" am dreidimensionalen Objekt veranschaulichten, indem sie das „Alte“ dem „Neuen“ gegenübergestellten. Dieser Idee folgend, kamen zwei Materialien und Herstellungsverfahren zum Einsatz: Der Bronzeguss, als eines der ältesten bildhauerischen Verfahren überhaupt, und der 3-D-Druck (Rapid Prototyping), als eines der avanciertesten Verfahren unserer Zeit, bei dem die Bauteile direkt auf der Grundlage von CAD-Daten aus Kunststoff "gedruckt" werden.

Kuratoren: Volkwin Marg (gmp) und Gert Kähler, Michael Kuhn (gmp)
Ausstellungskonzept, Entwurf, Ausführungsplanung und Projektleitung: 
Heidi Knaut (Freizeitarchitektur), Hanne Banduch             
Illustrationen: Rodrigo Andaeta Torres (Freizeitarchitektur)
Grafikkonzept: Tom Wibberenz (ON Grafik), Hendrik Sichler (ON Grafik), 

Modellbau: Rodrigo Andaeta Torres (Freizeitarchitektur), Christian Werner,                     Michael Dachselt (Strg P)
Auftraggeber: gmp Generalplanungsgesellschaft mbH

Fotos: Marcus Bredt